NaDiLa Eine Einrichtung des SPATS e.V.

Schwarzwaldstr. 39 B (im EKZ Hägewiesen/Sahlkampmarkt)

Durch die vielfältigen Angebote und Tätigkeiten hat sich der NachbarschaftsDienstLaden – NaDiLa in den letzten Jahren zu einer Anlaufstelle – vor allem für Frauen mit Migrationshintergrund sowie ältere Menschen – im Stadtteil entwickelt. Hier wurde ein großer Bedarf an Kommunikations- und Begegnungsmöglichkeiten deutlich. Auf diesen Bedarf hat der NaDiLa im Jahr 2009 mit dem Umzug in größere Räume reagiert und hier nun die räumliche Grundlage geschaffen, dass BewohnerInnen des Stadtteils im „Nachbarschaftstreffpunkt“ einen niedrig schwelligen Anlaufpunkt haben.

Hier haben Menschen der verschiedenen Nationalitäten die Möglichkeit, in gemütlicher Atmosphäre bei einer Tasse Kaffee oder Tee miteinander in Kontakt und in gegenseitigen Austausch zu kommen. Diese Kontaktmöglichkeit wurde  nach einiger Zeit erweitert um das Angebot eines „kleinen Mittagstisches“, nach dem von den Besuchern immer wieder gefragt wurde. Dank der Unterstützung durch den Integrationsbeirat konnte dieser Mittagstisch nun inhaltlich erweitert werden zu einem „Interkulturellen Mittagstisch“.

Hierbei werden wechselnde Gerichte aus vielen verschiedenen Ländern angeboten, um über das Medium Essen in einen kommunikativen Austausch zwischen den verschiedenen Nationalitäten zu kommen, das Interesse an den „fremden“ Kulturen zu wecken sowie in den persönlichen Kontakt zu kommen.

Die Besucher und die das Projekt durchführenden Frauen erhalten Gelegenheit, einander ihre Kultur und Lebensweise nahe zu bringen. Weiterhin konnten wir Menschen vieler Nationalitäten ermutigen, sich mit ihren Fähigkeiten – in diesem Fall das Kochen – in der Gemeinschaft des Stadtteils Sahlkamp einzubringen. Zum Teil haben schon die auf 1-Euro-Basis beschäftigten Mitarbeiterinnen dazu beigetragen, Gerichte aus ihren Herkunftsländern vorzustellen. Diese decken jedoch nur einen kleinen Bereich der vielen verschiedenen Kulturen im Stadtteil Sahlkamp ab, so dass wir gerne weitere Menschen gewinnen wollten, die ihre Nationalität in diesem Rahmen präsentieren möchten.

Durch dieses Projekt konnten wir nun Frauen aus Afghanistan, Nigeria, Äthiopien, dem Iran, der Türkei, und Weißrussland aktivieren, sich mit ihren Gerichten als „internationale Köchinnen“ den anderen Menschen im Stadtteil vorzustellen.

Zur Zeit sind wir dabei, den Außenbereich zu gestalten, für den wir durch die Zuwendung des Integrationsbeirates Sitzgelegenheiten und Bepflanzung anschaffen konnten. So können die Besucher/innen bei schönem Wetter auch draußen gemütlich beieinander sitzen.

Der Nachbarschaftstreffpunkt wird insgesamt von den Bewohner/innen sehr gut angenommen und zeigt eine stetige Steigerung der Besucherzahl. Notwendig ist eine noch umfassendere pädagogische Betreuung des Nachbarschaftstreffpunktes, um eine adäquate fachliche Betreuung der Besucher/innen des neuen Treffpunktes zu gewährleisten und weitere angemessene und notwendige Projekte zu initiieren. Wir hoffen, dieses bald durch Förderung aus Mitteln von „Soziale Stadt“ erreichen zu können.


Christine Oppermann (Leitung und Geschäftsführung), Hannover, 20. Mai 2010